Aktuelles & Projekte

Das Textbüro

Zielsetzung meines Textbüros ist es, mit meinen Dienstleistungen potenzielle Kunden anzusprechen, denen klar ist: Geschriebene und gesprochene Texte haben im Beruf und im öffentlichen Leben, in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur eine überragende Bedeutung. Von deren Korrektheit, Verständlichkeit, Seriosität und Überzeugungskraft hängt es ab, ob Leser oder Hörer für bestimmte Inhalte, Ziele oder gar Handlungen gewonnen werden können.

Vielen Privatpersonen, Gewerbetreibenden, Industriefirmen, Vereinen, Institutionen und Organisationen fehlt jedoch eine „Sprachabteilung“. Das heißt: Es gibt dort keine Spezialisten, die über eine Ausbildung und jahrelange berufliche Erfahrung im Planen, Schreiben, Diskutieren, Korrigieren und schließlich im angemessenen Gestalten von Texten verfügen. Ich bin überzeugt davon, dass zahlreichen potenziellen Kunden meines Texbüros dieses Defizit mehr als bewusst ist.

Vorhandene Lücken in der Erfahrung mit Texten, Leser- und Hörer-Zielgruppen kann mein Textbüro mit seinen Dienstleistungen schließen. Wieso traue ich mir diese Aufgabe zu?

Hier meine Qualifikationen und beruflichen Erfahrungen:

  • Ich habe die deutsche und die englische Sprache gründlich studiert.
  • Seit meiner Studienzeit unterrichte ich speziell Erwachsene in Deutsch und Englisch.
  • Viele Jahre arbeite ich schon für maßgebliche Schul-, Fach- und Sachbuchverlage, für Autoren und Autorenteams als Lektor bzw. Redakteur. Zahllose Bücher und andere Medien habe ich dabei als „kritischer Erstleser“ mitgeprägt.
  • Die Erfahrung aus Sprachunterricht und Lektorat haben mich dazu motiviert, zumeist im Team mit Fachkollegen, mehrere Lehrbücher zu schreiben, die vor allem für die lebenslange Weiterbildung Erwachsener gedacht sind.
  • So habe ich auch umfangreiche praktische Erfahrungen mit Lese- und Hörtexten der unterschiedlichsten Art gesammelt: vom Lebenslauf und Bewerbungsschreiben über die diversen Werbetexte, über wichtige Ansprachen, Reden, Präsentationen bis hin zu beruflichen Projektpapieren, wissenschaftlichen Aufsätzen und Abschlussarbeiten, literarischen und Fachbüchern.

Falls Sie eine bestimmte Dienstleistung im weiten Feld der Textberatung interessiert: Bitte kontaktieren Sie mich. Ich mache Ihnen gerne ein maßgeschneidertes Angebot zu Ihren individuellen Textwünschen.


Im Oktober 2008 übernahm Das Textbüro die redaktionelle Betreuung und beratende Begleitung eines nicht nur regional interessanten Projekts: die Chronik des Diakonischen Werks Landshut zum 100. Jubiläum diakonischer Einrichtungen im Raum Landshut; Titel: Im Mittelpunkt der Mensch. 100 Jahre Diakonie Landshut. Dieses Buch – recherchiert und geschrieben von der Journalistin Dr. Elisabeth-Maria Bauer – ist im März 2009 erscheinen. Es ist durchgehend vierfarbig gedruckt und umfasst 106 Seiten im Format DIN A4. Die Chronik ist zum Preis von 7,80 € im Landshuter Buchhandel oder direkt beim Diakonischen Werk Landshut zu erwerben.

Aus dieser – mit zahlreichen historischen Fotos sowie Zeitzeugenberichten und Interviews sehr anschaulich gestalteten – Publikation wurde auch eine Ausstellung abgeleitet, die am 15. März 2009 in der Landshuter Christuskirche eröffnet wurde und die danach als Wanderausstellung in verschiedenen Orten des Evangelischen Dekanats Landshut gezeigt wurde. Bei der Ausstellungseröffnung stellte die Autorin Dr. Bauer die druckfrische Chronik der Öffentlichkeit vor.

Aus den vielfältigen Materialien der Chronik entstand auch ein Leporello-Prospekt mit dem Titel “100 Jahre Diakonie Landshut”, der im Jubiläumsjahr 2009 den Gästen, Freunden, Klienten und sonst an der Diakonie Interessierten überreicht wurde.

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Klaus Heintel: ein Hofer Dichter in der Nachfolge von Busch, Ringelnatz, Roth
(Projekt abgeschlossen)

Im Auftrag eines Freundes- und Hörerkreises aus Oberfranken habe ich die nachgelassenen und von Hubert Becker (Hof) gesammelten Gedichte und Prosatexte eines vor wenigen Jahren gestorbenen Hofer „Barden“ geordnet und lektoriert, der in der satirisch-humoristischen Tradition von Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz und Eugen Roth schrieb, der seinem Publikum Gedichte meist mündlich vortrug – aber nie den Versuch einer Publikation seiner ebenso (selbst-)kritischen wie witzigen Texte unternahm:

Klaus Heintel

Der Hofer Barde vom „Roten Roß“: Gedichte und Prosa

Herausgegeben von Hubert Becker

Dieses Buch im Format A5 mit 132 Seiten kostet 16 Euro und ist zu beziehen über:

Hubert Becker Steuerkanzlei, Kreuzsteinstr. 13, 95028 Hof/Saale, Tel. 09281-2467, Fax 09281-87706, E-Mail: Becker.Hof@t-online.de

Hier ein kleiner Ausschnitt aus dem im Oktober 2008 erschienenen Buch:

K. H. über sich als Barde: Der Barde fällt dadurch auf, daß ihm nichts einfällt. (20.11.1998)


Es ist Winter. Im Walde schnieselt das Reh,

vor Kälte tun ihm die Rehkeulen weh.

Der Hase kaut eine gefrorene Rübe,

kaum sieht man sein Mümmeln im Schneegestiebe.

Dort hinten im Nebel das laute Geknirsch,

das stammt von einem bibbernden Hirsch.

Der würde ja gerne ein bisschen röhren,

wenn ihm dann nicht furchtbar die Zähne frören.

Die Karpfen im Teich sind zu Eisfisch erstarrt —

es lässt sich nicht leugnen: Der Winter ist hart!

Besonders hart trifft der Winter den Barden,

weil jetzt alle von ihm heiße Verse erwarten.

Doch es scheint jeden Winter dasselbe zu sein:

Wenn man ihn mal braucht, fällt dem Barden nichts ein!

Und fällt ihm was ein, ist es sicher nichts Heißes.

Es war ja nichts los und jedermann weiß es.

Und war dennoch was los, kann der Barde mitnichten

das, was los war, mit lockeren Versen bedichten.

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Projekt 1: im Juli 2009 abgeschlossen
Thematischer Grund- und Aufbauwortschatz Englisch, Neubearbeitung 2009
(Ernst Klett Sprachen GmbH)

Zusammen mit meinem Koautor Recs Jenkins (Emden) habe ich über ein Jahr lang intensiv an der tiefgreifenden Neubearbeitung unseres erfolgreichen englischen Lernwortschatzes gearbeitet, die im Juli 2009 bei Ernst Klett Sprachen erschienen ist. Damit steht sie Englischlehrenden und -lernenden rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres bzw. VHS-Semesters zur Verfügung.
Mit der ersten Ausgabe dieses Buches hatten wir das Angebot für Jugendliche und Erwachsene revolutioniert, die im Unterricht und insbesondere zu Hause Wortschatz wiederholen, festigen und neu lernen wollen. Methodisch hieß das vor allem:

  1. Die Lerninhalte müssen – in der Zielsprache Englisch und in der Muttersprache Deutsch – so angeboten werden, dass sie der wissenschaftlich gesicherten Kenntnis von der Arbeitsweise des menschlichen Gedächtnisses entsprechen.
  2. Also entfiel vor allem die alphabetische Sortierung der Wörter und Ausdrücke früherer Wortschatzbücher – wir wollten ja kein Wörterbuch schreiben! – und wurde durch eine rein thematisch-inhaltliche Struktur ersetzt: Die sprachliche Wirklichkeit wurde in 24 Themen gegliedert, diese Themen jeweils wieder in mehrere Unterthemen, jedes Unterthema in zwei Lernniveaus: Grundwortschatz und Aufbauwortschatz. Die beiden Niveaustufen wurden visuell klar unterschieden, ihr lexikalischer Inhalt nach Häufigkeit und Relevanz für die moderne englische Umgangssprache ausgewählt und verteilt.
  3. Das wichtigste Ergebnis für Englischlernende und Lehrende war die Lernportion: ein thematisch und im Sprachgebrauch eng zusammengehöriges „Wortbündel“ von bis zu 8 Einträgen, das vom Lerner-Gedächtnis als Einheit aufgenommen und gespeichert werden kann. Unser Lernwortschatz mit seinen ca. 100 Unterthemen ist in viele solcher kleiner „Lernportionen“ unterteilt.

Dieses gedächtnisfreundliche Angebot wurde von Lernenden und Lehrenden gleichermaßen begeistert aufgenommen und erklärt im Wesentlichen – neben vielen nützlichen Extras wie Infoboxen zu Sprachgebrauch, Landeskunde und „falschen Freunden“ – den großen Erfolg dieses Lernbuches.

Mit der Neubearbeitung 2009 sind wir sprachlich und lernmethodisch einige große Schritte beim Ausbau unserer Konzeption von Wortschatzlernen vorangekommen:

- Die Wortauswahl wurde nach Verwendungshäufigkeit und Relevanz für die einzelnen Themen des Buches auf der Grundlage der neuesten Worthäufigkeitszählungen (Korpora) gründlich überarbeitet und optimiert.
- Sämtliche Lernportionen wurden deshalb – mit maximal 8 englischen Lernstichwörtern – neu zusammengestellt.
- Inhaltlich-sprachlich einander zugehörige Lernportionen aus Grund- und Aufbauwortschatz folgen nun direkt aufeinander (in der bisherigen Ausgabe waren sie pro Unterthema in zwei großen Blöcken zusammengefasst).
- Ganz neu ist ein Vorspann mit lernpsychologisch motivierten und in der Praxis bewährten Arbeitstipps für die Lernenden.
- Um das Hören und Sprechen aktiv ins Wortschatzlernen einzubeziehen, wurden sämtliche englischen/amerikanischen Stichwörter, Ausdrücke/Kollokationen und Satzbeispiele von Muttersprachlern im Tonstudio gesprochen und stehen nun als MP3-Dateien auf einer ins Buch integrierten Audio-CD-ROM fürs Üben zur Verfügung (Laufzeit: 13 Std. 35 Min.).

(Die bisherige Ausgabe des Thematischen Grund- und Aufbauwortschatzes Englisch mit den begleitenden Materialien Trainingsbuch und Übungsblätter bleibt weiter lieferbar.)


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Projekt 2:
„Partei-Nummer 109“

Seit mehr als zehn Jahren arbeite ich an der Recherche für einen sozialpsychologisch und politisch motivierten Roman, der die Geschichte und Geschichten von Einzelpersonen, Familien und sozialen Gruppen in Deutschland zwischen 1878 und 1949 erzählt. Im Mittelpunkt steht die Verstrickung von Tätern und Opfern im Zusammenleben, in Partner- und Familienbeziehungen, aber auch die Abfolge von Opfer- und Täterrolle in einer Person.

Meine eigene Familie hatte – wie die meisten Familien in Deutschland und Österreich – über die drei Generationen des beschriebenen Dreiviertel-Jahrhunderts nahen oder entfernteren Kontakt zu Opfern der jeweils Herrschenden: Juden, „Zigeunern“, Sozialisten, Kommunisten, radikalen Christen, Behinderten, Andersdenkenden. Sie hat, wie viele andere Familien auch, ihren Anteil an der schuldbelasteten Mittäterschaft; aber sie hat auch Täter unterschiedlichen Grades in verschiedenen Funktionen hervorgebracht. Und diese Familie hat zugleich auch die immer deutlich erkennbaren Opfer aus ihren eigenen „Kreisen“ verdrängt und „totgeschwiegen“.

Dieses kollektive Verdrängen und Verschweigen von unterstützten oder aktiv begangenen Verbrechen ebenso wie von wahrgenommenem Opfer-Leid wurde im „Land der Richter und Henker“ seit den sechziger Jahren langsam aufgebrochen. Das geschah in späten KZ-Prozessen, durch die APO-Revolte, in Teilen der deutschen Literatur, in Familiengesprächen und in der öffentlichen Diskussion, in Gedenkreden, -ritualen und -bauten seit den 1990er-Jahren. Und es geschieht bis heute in einem anschwellenden Strom von Büchern und Filmen über die Taten und Unterlassungen unserer Väter und Mütter, unserer Großväter und Großmütter, sowie über die wechselnden und doch in ihrer Tiefenstruktur sehr konstanten Macht-, Profit- und Ausbeutungssysteme, in denen diese Menschen zumeist mehr volens als nolens aufgingen und mitwirkten.

Bei den Recherchen über meine eigene Familie seit dem 1870er-Krieg gegen Frankreich bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mir besonders zwei Dinge klar:

  • Viele individuelle Denk- und Verhaltensweisen, viele Einzelhandlungen, viele subjektive Machtlust- und Leidenserfahrungen bündeln sich unbewusst oft zu kollektiven, gesellschaftsprägenden, „Geschichte“ auslösenden Energieströmen.
  • Die lückenlose historische „Wahrheit“ über Personen, Gruppen, Tendenzen lässt sich trotz intensivster Recherche und reichlichem Privat- und Archivmaterial nicht mehr ermitteln. Es bleiben so tiefe Löcher in individuellen Lebensgeschichten, dass historische Personen für Nachforschende trotz allem weitgehend fiktive Figuren bleiben. Nur eine relative Wahrheit wird also vom Schreiber einer Geschichte „nacherfunden“: Das nicht mehr Auffindbare wird durch das erfindende Schreiben gleichsam überbrückt – wie bei einem Kind, das von Stein zu Stein über einen Bach springt.

Diese Einsichten haben mich davon überzeugt, dass es wenig Sinn hat, einen weiteren „Familienroman“ über die Katastrophenzeit des 19. und 20. Jahrhunderts in Europa zu schreiben. Meine „Geschichte“ steht deshalb bewusst für viele – im Grundsatz ähnliche – Geschichten, die in dieser Zeit dicht nebeneinander, aber meist ohne Kenntnis voneinander passiert sind. Und meine Romanpersonen sind nicht „echte“ Personen meiner Familie oder deren Pseudonyme, sondern Stellvertreter-Figuren für viele andere: Täter oder Opfer oder „Zuschauer“, die es zwar genau so nicht gegeben hat, aber wie es sie gegeben haben könnte.

Aus diesen Gründen sprechen im Text meines entstehenden Romans – etwa zwei Drittel sind „geschrieben“ – auch drei „Stimmen“, die einander in der Ungewissheit der Geschichte (wie aller Geschichten) berichtend, erzählend, meditierend ergänzen:

  • Das Ich des Recherchierenden, der zu Beginn jedes Kapitels, manchmal auch zwischendurch seine lückenhaften Befunde ausbreitet und beurteilt: Text in der nüchternen Arial-Type.
  • Ein anonymer Erzähler, der in langen Textpassagen versucht, die relative Wahrheit als Geschichte zu rekonstruieren: Texte in der Romanschrift Times.
  • Ein meditierendes Ich, das am Ende von Erzählteilen leise vor sich hin „spricht“: kursive Texte.

Ich lege Ihnen die beiden ersten Abschnitte meines entstehenden Romantextes zur kritischen Lektüre vor und freue mich auf Ihre Reaktion.

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